Stimmen von Bürgern aus dem Schwarzwald

am 2. März kamen über einhundert Bürger aus dem Schwarzwald um sich die Windkraftanlagen im Soonwald anzusehen.

In dieser Reportage sind die Reaktionen der Menschen auf das Ausmaß der Naturzerstörung zu sehen.

Die Schattenseite der Energiewende - SWR Beitrag

Über einhundert Bürger aus RLP und Baden-Württemberg besuchten den Hunsrück/Soonwald

Fotos: SoonWaldRuf

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Foto: SoonWaldRuf

Nachdem im Februar 2013 schon eine Bürgerinitiative auch mit Kommunalpolitikern aus der Eifel den Windpark Ellern begutachteten, kamen am vergangenen Samstag (2. März) über einhundert Bürger aus ganz Rheinland-Pfalz und aus Baden-Württemberg in den Hunsrück und Soonwald. Die Initiative Soonwald e.V. hat diesen Tag möglich gemacht. Wir waren unterstützend mit dabei.

Katastrophentourismus, so könnte die neue Überschrift lauten. Denn die Besucher waren sich einig: „So was wollen wir in unserer Region nicht erleben“.

Ein Bürger aus Baden-Württemberg schrieb uns im Anschluss: „Es ist traurig, aber die in Mitleidenschaften gezogene Landschaften, wie der Hunsrück, helfen uns natürlich hier bei der Argumentation gegen ein einfaches weiter so bei dem Windkraftwahnsinn…“Die Gäste haben diese Erfahrungen direkt genutzt, um am Folgetag in der dortigen Sendung (Baden_TV_Aktuell am Abend_ 4. März) Klartext zu reden.

Der Hunsrück und vor allem der Soonwald gelten inzwischen bundesweit als Negativbeispiel einer zu Lasten des Natur- und Landschaftsschutzes desaströsen Windkraftpolitik.

In den kommenden Wochen haben sich weitere Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker aus anderen Regionen von Rheinland-Pfalz angemeldet. Die Planungen hierzu laufen.


Die Initiative Soonwald e.V. schrieb zu dem Besuch am 2. März folgendes:

Soonwald-Tourismus beginnt stürmisch
Über einhundert Bürger aus RLP und Baden-Württemberg besuchten den „Industrie-Soonwald“

Der Windkrafttourismus ist da. Aber er kommt mit geballten Fäusten…
Am vergangenen Samstag kamen über einhundert Bürger aus ganz Rheinland-Pfalz, aber auch aus Baden-Württemberg in Hunsrück und Soonwald. Vor allem die Besuchergruppen aus Baden-Württemberg waren sensibilisiert, nachdem die dortige rot-grüne Landesregierung ebenfalls eine umstrittene Windkraftpolitik zu Lasten des Landschafts- und Naturschutzes vorantreibt. Der Hunsrück, und vor allem der Soonwald gelten inzwischen bundesweit als Negativbeispiel einer auf die Spitze getriebenen, extremen Windkraftpolitik. Besonders der heftig umstrittene Windpark bei Ellern im Soonwald gilt bundesweit als Entgleisung und „falscher Weg zum richtigen Ziel“.

Die Initiative Soonwald e.V. führt seit zwanzig Jahren Menschen durch die Schönheit des Soonwaldes. Nachdem die Betreiber im Soonwald Fakten geschaffen haben, sei es jetzt an der Zeit, die Vernachlässigung von Naturschutz und Biodiversität durch eine überstürzte Energiewende schonungslos aufzuzeigen, so Jörg Rehmann vom Vorstand der Initiative Soonwald. Denn der von der Initiative befürchtete Dammbruch exzessiver Windkraftaufstellung im Landschaftsschutzgebiet sei eingetroffen. Zahlreiche Gemeinden betreiben inzwischen „mit der Brechstange“ die Industrialisierung des Soonwaldes in seiner Gesamtfläche. Hiergegen wenden sich die Initiative Soonwald und inzwischen zahlreiche weitere Gruppen mit Nachdruck. Auch Vertreter von BUND, NABU und anderen Organisationen waren erschienen. Rehmann fand in Vertretung für den verreisten Vorsitzenden Hansjochen Staege klare Worte gegen die Windkraftpolitik des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums.

Die einleitende Tour mit Bussen zu den Windparks Neuerkirch, Kirchberg, Klosterkumbd hinterließ Entsetzen bei den Besuchern: „So wollen wir nicht in unserer Heimat leben!“ – war die eindeutige Meinungsäußerung der Gästegruppen. In Ellern wurden die Gäste dann vor dem dortigen Wandbild aus den späten 60er Jahren mit Soonwaldidylle begrüßt. Auf dem Weg zur Soonwaldhöhe zog sich wenig später der Zug der vielen Besucher allen Alters mehr als einen Kilometer entlang des von der Initiative Soonwald entwickelten Soonwaldsteiges. Richtig Knochenarbeit hatte indessen ein Fernsehteam des SWR zu leisten, das die Wanderung mit allem Equipment zu Fuß begleitete. Am Ende war die vorherrschende Meinung der Besucher: „Wir haben uns die Landschaftsverschandelung schlimm vorgestellt, aber das hier Gesehene übertrifft jede Vorstellungskraft darüber, was man mit einer Naturlandschaft machen kann und darf.“

Die Mitglieder der Initiative Soonwald bekräftigen erneut deren Position für einen naturbelassenen Wald und einen sofortigen, kompromisslosen Stopp der Industriebauten im Landschaftsschutzgebiet. Mit scharfen Worten kritisierten sie die Verschleierungspolitik der Landesregierung in Sachen Nationalpark und Windkraft. Diese behaupte immer wieder, die bevorstehende Einrichtung der Kernzone schütze den Wald vor weiteren Windkraftanlagen. Tatsächlich sei jedoch die Windkraftaufstellung in Kernzonen ausdrücklich erlaubt worden. Angesichts neuester Statistiken über stark rückgehenden Tourismus im Hunsrück sei es an der Zeit, den Rest-Soonwald auch aus Gründen der Regionalentwicklung zu schützen.

(Entnommen dem Pressetext der Initiative Soonwald e.V.)

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Enoch zu Guttenberg - Die Rede. 

Demo Mainz 10.10.2015

©Jörg Rehmann2014
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30.04.2013

Soonwald soll Naturschutzgebiet werden:

Antrag der Naturschutzverbände NABU und BUND