Infos zum Naturschutz

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht"...

  Bertold Brecht

Wissenschaftliche Studie belegt: Windkraftanlagen schaden der Waldökologie!

Im Zuge der Energiewende wird auch der deutsche Wald für die Nutzung durch Windkraftanlagen geöffnet – und zwar ungeachtet der Tatsache, dass Windkraftanlagen im Wald zu tiefgreifenden Beeinträchtigungen der Wald-Ökologie führen können. Der Schutz gefährdeter Tierarten gerät ins Hintertreffen.

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Artenschutz und Windenergieausbau in RLP, nein, umgekehrt ...

Naturschutzfachlicher Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz
Artenschutz (Vögel, Fledermäuse) und NATURA 2000-Ge
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Windenergie und Vogelschutz: staatliche Vogelschutzwarten als Marionetten der Windenergie-Lobby

16.09.2014 den folgenden Text und die anschließenden Links veröffentlichen wir mit der freundlichen Genehmigung von Wattenrat Ostfriesland http://www.wattenrat.de

Wir bedanken uns bei der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE)  für die Überlassung dieses Beitrages, der ein bezeichnendes Licht auf den Verfall der politischen Kultur mit der immer größer werdenden Einflussnahme von Wirtschaftsverbänden, in diesem Falle durch den Bundesverband Windenergie, auf fachliche Entscheidungen im Lande wirft:


Vogelschutzwarten mundtot, Naturschutzverbände schweigen


Die Veröffentlichung der bereits vor zwei Jahren von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) erarbeiteten Fachkonvention “Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten” ist bis auf weiteres gescheitert. Die Länderumweltminister haben die Veröffentlichung mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimmen faktisch untersagt. Ort des Geschehens: Mainz, am Rande des 32. Deutschen Naturschutztages. Die ausführendenden Organe: Die Marionettenbürokraten aus den Länderumweltministerien am Faden ihrer Umweltminister.

Die Leiter der deutschen Vogelschutzwarten sind in Mainz verpflichtet worden, das vorbereitete Papier mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) abzustimmen. Erst wenn sich beide Seiten über die Aussagen des Papiers geeinigt hätten, könne an eine Veröffentlichung gedacht werden. Eine Demütigung der Fachleute des Vogelschutzes und ein beispielloser Vorgang in der Geschichte des Naturschutzes in Deutschland! Es ist so, als würde die deutsche Ärzteschaft gezwungen, die Veröffentlichung ihres Memorandums über die Gefahren des Rauchens von der Zustimmung der Tabakindustrie abhängig zu machen.

In welchen Lobbyismus verfällt dieses Land? Die weichgespülten Naturschutzvereinigungen sind vermutlich weder zu einer angemessenen Reaktion noch zu einer öffentlichen Unmutsäußerung fähig. Zu groß ist ihre eigene Bindung an die Windenergiewirtschaft und ihre Abhängigkeit vom emotionalen und finanziellen Wohlwollen der Umweltministerien.

Zur selben Zeit tagt der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN) und Deutschen Naturschutzring (DNR) veranstaltete Deutsche Naturschutztag, ohne ein Wort über den dreisten Akt der Unterdrückung einer Fachkonvention des Vogelschutzes zu verlieren. Stattdessen Vorträge über “Windenergie über Wald”, “Windenergie mit den Bürgerinnen und Bürgern”. Hauptsache Windenergie ohne die Fachkonvention der deutschen Vogelschutzwarten. Ein Schmierentheater.



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NABU Hannover informiert

 

 

Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster – zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland

Alarmierende Bilanz: Rückläufige Bestände selbst bei den (früheren) "Allerweltsarten". Sind die Ziele zur Erhaltung der Artenvielfalt überhaupt noch erreichbar?
Gartenrotschwanz
Bestandseinbußen haben insbesondere auch die typischen Arten des Siedlungsraumes erlitten, wie zum Beispiel der Gartenrotschwanz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicher, es gibt Erfolgsgeschichten im Naturschutz: dank intensiver Natur- und Artenschutzmaßnahmen haben sich die Bestände von Fischadler, Seeadler und Wanderfalke erholt. Der Kranich steht schon nicht mehr auf der Roten Liste. Der Biber ist wieder heimisch und auch der Wolf ist vor einiger Zeit in Niedersachsen angekommen - um nur einige prominente Vertreter zu nennen. Also alles bestens bestellt um den Natur- und Artenschutz in Deutschland?

Die Ergebnisse eines langjährigen Vogel-Monitorings zeigen einen anderen, besorgniserregenden Trend: Gefährdet sind mittlerweile nicht nur solche Arten, die hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen - nein, zunehmend geraten auch die früher häufigen Charakterarten der Feldflur, des Waldes und des Siedlungsraumes unter Druck. Während in den 90er Jahren noch viele Arten von Flächenstilllegungsprogrammen profitieren konnten, wirkt sich offenbar die im Zeichen der Energiewende forcierte Intensivierung von Forst- und Landwirtschaft negativ auf die Artenvielfalt aus.

Ein Dilemma, das Martin Flade in der Zeitschrift "Vogelwelt" eindringlich schildert - ein Beitrag, der nachdenklich macht:

 

Mut zur Natur - auch für den Soonwald ...

11. April 2013 - Nester des geschützten Rotmilans in der Nähe von geplanten Windkraftanlagen verschwunden - BUND erstattet Anzeige

BUND - Presseinformation

11. April 2013

Nester des geschützten Rotmilans in der Nähe von geplanten Windkraftanlagen verschwunden - BUND erstattet Anzeige

Mainz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz hat Anzeige gegen Unbekannt wegen der Entfernung von zwei Nestern des Rotmilans im Rhein-Hunsrück-Kreis erstattet. Die Nester dieser streng geschützten Vogelart lagen in der Nähe von geplanten Windkraftanlagen.

Im letzten Jahr hatten im Rhein-Hunsrück-Kreis bei Hausbay und bei Hasselbach noch zwei Rotmilanepaare unbehelligt gebrütet. Nun sind beide Vogelnester, die in unmittelbarer Nähe zu geplanten Windkraftanlagen lagen, plötzlich verschwunden. Zum Schutz dieser europaweit gefährdeten Vogelart dürfen in der Nähe von Rotmilanbrutplätzen keine Windkraftanlagen errichtet werden. Das Entfernen von Rotmilannestern ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Der BUND hat daher Anzeige erstattet.

„Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Nester des Rotmilans mutwillig entfernt worden sind, da solche kompakten und großen Nester nicht plötzlich verschwinden, außerdem sind Kletterspuren am Stamm zu sehen. Der erforderliche Ausbau der Windenergie darf nicht zu Lasten dieser europaweit gefährdeten Tiere gehen, schon gar nicht durch das illegale Zerstören von Nestern“, empört sich Dr. Holger Schindler, Vorsitzender des BUND.

„Die Entfernung von Nestern ist nicht nur ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Es bringt auch die Energiewende und die Planungssicherheit der Kommunen nicht voran. Die betroffenen Rotmilanpärchen werden sich in der Nähe - in derselben Gemeinde oder der Nachbargemeinde - neue Nester suchen. Durch ständig wechselnde Horste werden Windkraftplanungen erschwert oder sogar Vorhaben der benachbarten Kommunen zunichte gemacht“, ergänzt die Naturschutzreferentin Bianca Goll.

Der BUND plädiert an die Verantwortlichen in den Gemeinden und an die Windkraftplaner, den Schutz der durch Windkraft gefährdeten Vogel- und Fledermausarten ernst zu nehmen, Brutplätze den Naturschutzbehörden zu melden und jedem Verstoß gegen Naturschutzrecht entgegenzuwirken. „Viele vor allem ehrenamtlich Aktive der Naturschutzverbände beobachten im ganzen Land genau, ob beim Ausbau der Windenergie der Artenschutz beachtet wird“, weiß Goll.

„Dieses Beispiel zeigt, wie dringend eine überregionale Steuerung für die Errichtung von Windkraftanlagen notwendig ist. Dann müsste nicht jede Kommune für ihre eigenen Anlagen kämpfen“, richtet sich Schindler vor allem an die Verantwortlichen im Umwelt- und Wirtschaftsministerium in Mainz.

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, Geschäftsführerin; 06131 62706-0 bzw. 0174-9971895

Bianca Goll, Naturschutzreferentin; 06131 62706-0

pm_130411_Entfernung Rotmilanhorste BUND
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Enoch zu Guttenberg - Die Rede. 

Demo Mainz 10.10.2015

©Jörg Rehmann2014
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30.04.2013

Soonwald soll Naturschutzgebiet werden:

Antrag der Naturschutzverbände NABU und BUND