Berichte und Meinungen

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht"...

  Bertold Brecht

01. Oktober 2014

Windkraftirrsinn im Hunsrück


Für einen einfach so aus der Hand gedehten Film, ist er wirklich gut gelungen. Vor allem ist die Bedrängnis, die wir hier auf dem Hunsrück erleben und leben müssen, sehr gut eingefangen.

Danke an Gudrun Lahm

August 2014


Ein Urlauber im Hunsrück ist entsetzt was aus der einst so zauberhaften Landschaft des Hunsrücks, des Hochsteinchens und des Kandrichs geworden ist. Überfrachtet von Windkraftanlagen sieht er diese Region zerstört und von Industrie geschändet.

Er schreibt einen Brief an Ministerin Eveline Lemke in dem er sein Entsetzen zum Ausdruck bringt und erhält eine unglaubliche Antwort...

 

Der enttäuschte Besucher ließ der BI Windkraftfreier Soonwald den Schriftverkehr zu kommen.

 

Hier unsere Stellungnahme:

Pardon Frau Lemke, Ihre Antwort entspricht nicht den Tatsachen!

 

Vor kurzem schrieb uns ein Urlauber aus dem Schwarzwald und bat um unsere Sichtweise. Der Grund war ein Schriftwechsel zwischen ihm und der Ministerin Eveline Lemke. Die Schreiben fügte er uns bei. Das Anwortschreiben von Frau Ministerin Eveline Lemke dürfen wir anonymisiert veröffentlichen. 

Textpassagen des Antwortschreibens von Ministerin Eveline Lemke zeigen sehr deutlich um was es geht:

„Sehr geehrter Herr …., Ihren engagierten Brief, in welchem Sie Kritik an der Vielzahl der Windenergieanlagen im Soonwald üben, sich gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie aussprechen und von der Landesregierung eine Einflussnahme bei den Projekten vor Ort fordern, habe ich zur Kenntnis genommen.“

…“Gerade im Soonwald werden die dortigen Entwicklungen zur Energiewende von einer breiten Akzeptanz getragen“ Sie beruhen auf einer intensiven Kooperation des Landkreises mit seinen Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern. Auf dieser Basis hat sich der Landkreis für ein 100%-Ziel ausgesprochen und bereits mehrere Preise für seinen erfolgreichen Klimaschutz erhalten.“

 

Unsere Stellungnahme:

Sehr geehrter enttäuschter Urlauber aus dem Schwarzwald,

als wir das Antwortschreiben von Frau Lemke lasen, mussten wir zuerst lachen und dann den Kopf schütteln. Münchhausens Geschichten sind ja geradezu nix dagegen.

Wir verzichten auf einen offenen Brief an Frau Ministerin Lemke. Unsere Erfahrungen in der Vergangenheit haben uns gelehrt, dass Frau Lemke weder Nachdenklichkeit noch Einsicht zeigte und wir daher unsere Kräfte schonen. Insbesondere in den letzten drei Wochen konnten wir regelmäßig Ihre Lobeshymnen über die hervorragende Umsetzung der Energiewende speziell im Hunsrück in der Presse lesen. Nun will sie den Hunsrück sogar noch fördern und laut Presse werden Potenziale im Ausbau regenerativer Energien gesehen. Viele Bürgerinnen und Bürger erleben dies als reinen Zynismus.

Nun aber zu unseren Antworten auf das Schreiben von Frau Lemke. Die Aussagen von Frau Lemke sind falsch. Gerade im Soonwald gibt es überhaupt keine breite Akzeptanz. Belegbar ist dies u.a. damit, dass den Ministerien bereits vor zwei Jahren 6.000 Unterschriften überreicht wurden. Heute sind es nahezu 10.000

Unterschriften von Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im Soonwald aussprechen. Die breite Mehrheit in der Bevölkerung kritisiert die Art und Weise, wie in wenigen Jahren der Hunsrück großräumig in ein Windindustriegebiet verwandelt wurde und wie mangelhaft die Bürgerinnen und Bürger in die Planung und in die Entscheidungen einbezogen wurden. Wir bezeichnen diese Entwicklung im Hunsrück/Soonwald als Best-practice-Beispiel für die Missachtung der Bürgerinteressen. Es ist falsch, dass die Entwicklung im Soonwald und Hunsrück von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen wurde/wird. Bürgermeister, Gemeinderäte, Verbandsgemeinderäte etc. vertreten in vielen Regionen im Hunsrück schon lange nicht mehr die Interessen der Bürger, sondern es geht um Geld, es geht um die Sanierung ihrer Finanzhaushalte. Dies obwohl sich die Mehrheit der Bürger gegen weitere Windkraft in der Region aussprechen. So möchten wir Ihnen das Beispiel Tiefenbach nennen. Hier haben Bürger ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, die Mehrheit der stimmberechtigten Bürger möchten keine Windräder in ihrer Gemarkung. Sowohl Bürgermeister als auch Gemeinderat ignorieren dies und halten weiter an der Entscheidung fest, die Windräder zu bauen. Das hat mit Demokratie schon lange nichts mehr zu tun.

In den letzten zwei Jahren gab es eine große Bürgerbewegung im Hunsrück. Es gab offene Briefe, Pressemitteilungen, Demonstrationen. Schauen Sie sich einfach mal unsere Webseite an. Auch Frau Lemke hat dies mitbekommen. Denn es gab hierzu auch Gespräche in Ihrem Ministerium. Wenn Frau Ministerin von hoher Akzeptanz in der Bürgerschaft schreibt, so können wir nur noch eins: uns „fremdschämen“ über diese unglaubliche Ignoranz und Verzerrung der Wahrheit.

Wir haben in der Region schon lange die 100%-Marke regenerativer Energieerzeugung überschritten. Wir sind bereits bei theoretisch weit über 200 Prozent angelangt. Obwohl Bürger und auch mittlerweile viele Schlüsselpersonen der kommunalen Politik deutlich sagen: „Das Maß ist im Hunsrück/Soonwald voll“, „der Hunsrück hat sein Soll erfüllt“ wird weiter geplant, genehmigt und gebaut.

Glauben Sie nicht, was Frau Ministerien Lemke Ihnen schreibt.

 

Wer im Besitz der Wahrheit ist und dennoch etwas anderes sagt, der lügt.

 

Wer die Lüge zur Wahrheit erklärt, der ist verlogen.

 

Vielleicht liegt es aber auch ganz simpel nur an unzureichender Information oder selektiver Vergesslichkeit.

 

Wir überlassen es Ihnen, sich Ihre Meinung über diesen Sachverhalt zu bilden.

Mit besten Grüßen aus dem Soonwald

Gedanken zur Windkraft im Hunsrück

Brief eines tief enttäuschten Touristen

Sehr geehrter Herr Sonnet,
 
wir waren Anfang Oktober 2013 für 14 Tage Gäste in Ihrem Hause, um im Soonwald und im Nahe- und Rheingebiet zu wandern.
 
Was uns schon bei der Anfahrt und später beim Wandern im Soonwaldgebiet erheblich gestört hat, sind die vielen Windräder in den Wäldern und auf den Höhen, die das Landschaftsbild enorm verschandeln.
Diese Windenergieanlagen mögen ja für die Energiewende und auch für die Kassen der Gemeinden sehr nützlich sein, für den Tourismus sind sie es jedenfalls nicht. Sie sind nämlich rein optisch für das Auge des Naturfreundes ein Ärgernis, und außerdem stören sie beim direkten Wandern durch erfolgte Abholzungen, zusätzliche Straßen und Technik im Wald und durch die Geräuschentwicklung erheblich. Wir haben z.B. auf dem Premiumweg "Karrenberg" eine Geräuschbelästigung durch dauerndes Rauschen erlebt, so dass man Flugzeuge in der Luft vermutet oder denkt, man ginge in der Nähe einer Autobahn. Das mindert den Erholungswert erheblich.
 
Deshalb ist die Landesregierung von Rheinland-Pfalz gut beraten, wenn sie im Weltkulturerbe Mittelrhein den Bau von Windrädern zum Ärger engstirniger Kommunalpolitiker verbieten will. Es gibt genügend Freiflächen, auf denen Windparks angelegt werden können, aber nicht auf Kosten der Natur und schützenswerter Wälder.
 
Der Dehoga-Chef Gereon Hauptmann hat vollkommen Recht, wenn er auch für Ihre Region als Hauptreisemotiv die unverbaute Landschaft annimmt.
Ihr Landrat Bertram Fleck dürfte von  genussvollem Wandern  herzlich wenig verstehen,  wenn er meint, man hätte sich auch an Stromtrassen oder Autobahnen gewöhnt. Wenn er das auf Naturfreunde beziehen sollte, beurteilt er es wohl mehr theoretisch und ziemlich naiv vom Schreibtisch aus, aber nicht als aktiver Wanderer. Außerdem sollte man von einem Landrat etwas mehr Weitsicht und weniger Klienteldenken erwarten.
 
Wir jedenfalls halten es in Zukunft mit Martina Koch: Wir urlauben halt woanders. Diese Haltung von vielen wird sich insgesamt für den Tourismus in Ihrer Region negativ auswirken.
Schade, wir wären bei der sehr guten Ferienwohnung, die Sie zur Verfügung stellen und den hervorragenden Premiumwanderwegen, mit denen sich die Verantwortlichen viel Mühe gemacht haben, gerne wieder nach Argenthal gekommen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Hannelore und Rolf Hackenschmidt

Eindruecke von einem Ausflug in den Soonwald

Textauszug:


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Gestern haben wir als Windkrafttouristen einen Ausflug in den Soonwald und den dortigen im Aufbau begriffenen"Windpark" bei Ellern unternommen.

Unsere Beobachtungen waren eher erschütternd.

Dort werden derzeit zwei Typen von Anlagen installiert, von denen die größten tatsächlich 200 m Gesamthöhe aufweisen.

Die von uns mit Verweis auf Juwi (dem dortigen Investor) angegebenen 8000 bis 10000 qm Rodungsflächen erweisen sich dort als noch untertrieben.

Michael ist die Flächen mit seinem bewährten Meterschritt abgeschritten mit dem Ergebnis, dass die um ein Windrad des kleineren Typs (E101) gerodete Fläche ca. 7000 qm (ohne Zuwegung!), die um ein Rad des großen Typs (E126) aber schon mehr als die doppelte Fläche beträgt.

Tatsächlich ist der Wald dort mehrfach durchschnitten von 12 bis 15 m breiten Fahrtrassen - und das just auf dem erst vor kurzem dort angelegten "malerischen" Soonsteig.

Der beeindruckendste und zugleich beunruhigendste Teil der Beobachtung waren aber die deutlich - von uns beiden - wahrnehmbaren Infraschallphänomene, die sich einerseits - gerade noch über der Hörschwelle - als tiefvibrierender, an- und abschwellender Ton wahrnehmen ließen, zum anderen aber körperlich als Druck- und Vibrationswahrnehmung fühlbar waren.

weiterlesen: http://rettet-den-taunuskamm.de/leserbriefe/75-eindruecke-von-einem-ausflug-in-den-soonwald.html


Allgemeine Zeitung: Interview mit Jörg Rehmann von der Intitiative Soonwald

Brief eines Wanderers im Bereich Hochsteinchen Schanzerkopf

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor ein paar Tagen eine kleine Wanderung von der Rheinböller Hütte über das Hochsteinchen entlang dem Höhenzug bis zum Schanzerkopf unternommen. Zu diesem Zeitpunkt waren fünf der entlang dem Höhenzug erbauten Windkraftanlagen in Betrieb. Über den Lärm den diese Anlagen über die gesamte Strecke gemacht haben, war ich wirklich schockiert. Wenn man bedenkt, dass die restlichen Windanlagen noch nicht in Betrieb genommen wurden, ist die Geräuschentwicklung bereits jetzt mehr als erstaunlich. Selbst auf dem Rückweg im unteren Bereich des Waldes in Richtung Rheinböllen waren die Windanlagen zu hören. Die Geräusche erinnern stark an Fluglärm.
Mein Fazit: Dieser Teil des Soonwaldes ist nur noch für Wanderer zu empfehlen, die sich sonst gerne in der Nähe von Start-und Landebahnen aufhalten… :-) Oder anders ausgedrückt: Was immer die Menschen in einem Wald suchen, Ruhe und Erholung werden sie in diesem Teil des Soonwaldes nicht mehr finden.
Ich kann nur jedem Verfasser von Wanderführern raten, vor Veröffentlichung einer Wanderempfehlung vor Ort eine Hörprobe zu nehmen. Besonders "beeindruckend" ist es, wenn man Zeuge einer Abschaltung eines Windrades wird. Bei dem explosionsartigen Geräusch das dabei entsteht, hätte mein Hund fast der Schlag getroffen. An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob bzw. wie die dort lebenden heimischen Tiere mit diesem Krach zurecht kommen.
Bisher habe ich die Diskussion um die Windkraftanlagen lediglich mit Interesse verfolgt.
Nach meiner kleinen Wanderung steht für mich fest: Der Wert dieses Waldes als Ort der Erholung geht aufgrund der Windräder gegen Null!!! Welche Auswirkungen dieser Lärm auf die Tierwelt hat kann ich ja nicht beurteilen. Meine Frage: Gab es bereits Messungen bezüglich der Geräuschentwicklung der Windkraftanlagen im Soon? Gibt es bereits Erkenntnisse hinsichtl. Auswirkungen auf die Tierwelt in dem besonders betroffenen Bereich um die Windräder?

Mit freundlichen Grüßen

       Rene Klein

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Enoch zu Guttenberg - Die Rede. 

Demo Mainz 10.10.2015

©Jörg Rehmann2014
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30.04.2013

Soonwald soll Naturschutzgebiet werden:

Antrag der Naturschutzverbände NABU und BUND